Kalender

Mai 2012
<. >. <.. >..
Mo Di Mi Do Fr Sa So
01. 02. 03. 04. 05. 06.
07. 08. 09. 10. 11. 12. 13.
14. 15. 16. 17. 18. 19. 20.
21. 22. 23. 24. 25. 26. 27.
28. 29. 30. 31.

Legende:

vorgemerkt
 
bestätigt
 
 
.

Das Mutter- Kind- Märchen (selbst ausgedacht!)

Es war einmal im Teutoburger Wald... ein Junge und der hieß Hermann. Das Besondere an dem Jungen war, dass er einen Esel besaß, der Bonbons ausspuckte, wenn man ihm an den Ohren zog. Alle Kinder beneideten Hermann um seinen Esel, ganz besonders Oskar aus dem Nachbarhaus. Er hatte nur einen Hund der gar nichts konnte. Deshalb beschloss Oskar den Esel bei Nacht und Nebel zu entführen. Er packte sich einen Beutel voll mit Zuckerrüben, denn Bonbon- Esel mögen diese besonders gerne, und schlich sich in den Stall. Doch eine Sache erschwerte ihm die Entführung. Herman ließ den Esel nie alleine und schlief natürlich auch bei ihm. Heute schlief Hermann zum Glück besonders tief, denn er hatte einen anstrengenden Tag gehabt. Der Kindergarten "Regenbogen" aus Augustdorf hatte eine Bonbonsonderbestellung bei ihm aufgegeben. Er musste den Esel den ganzen Tag unermüdlich mit Zuckerrüben füttern und an seinen Ohren ziehen. Er brauchte viele Bonbons für alle Kinder im Kindergarten. Also versuchte Oskar sein Glück und lockte den Esel mit einer riesengroßen, saftigen Zuckerrübe.

Natürlich war der Esel satt. Er hatte ja den ganzen Tag dicke Rüben für die "Regenbogenkinder" fressen müssen. Dies hatte er aber auch gerne gemacht. Was Oskar auch versuchte, der Esel wollte keine Rübe mehr fressen. Aber halt! Was war mit dem riesigen, großen Durst? Wer Bonbons machen kann, der muss auch trinken. So lernen es ja auch die Kinder im "Regenbogen". Oskar verließ den Stall, suchte einen Eimer und machte sich auf den Weg zu einer Wasserquelle. Wer suchet, der findet, dachte sich Oskar.

Nach einer gefühlten Ewigkeit stand Oskar vor der Krumbacher Quelle. Das Wasser sprudelte frisch und rein, voller Lebenskraft aus einer mit Marmor verkleideten Quelle an der Dorfkirche. Oskar standen die Tränen in den Augen. Schnell füllte er die mitgebrachten Trinkschläuche mit Wasser und entschwand in die Dunkelheit des Teutoburger Waldes. Es war so dunkel, dass er des Weges abkam. Der Weg wurde immer holpriger und plötzlich stand er vor dem Märchenschloss Lopshorn. Im Gebüsch vernahm er ein Rascheln. Ein Käuzchen rief und in der Ferne heulte ein Wolf. Oskar gefror das Blut in den Adern und er dachte:" Was mache ich bloß? Wie komme ich zurück zum Esel?" Da sprach das Käuzchen:" Komm rüber, du Vogel! Mach dich auf die Socken! In der ollen vermoderten Kiste findest du den verrosteten Klunkerschlüssel. Nimm ihn und sieh zu, dass du zu deinen Zuckerrüben kommst!" Oskar staunte nicht schlecht, nahm seine Füße in die Hände und der Zauberschlüssel leuchtete ihm schwebend den Weg.

Was Oskar nicht wusste, der Klunkerschlüssel war eine verwunschene Prinzessin. Plötzlich sprach der Zauberschlüssel zu Oskar." Oskar! Wenn du mich rettest, hast du einen Wunsch frei! Du musst mich vor dem bösen Drachen erlösen. Der Drache hat mich verzaubert. Finde den Drachen und befreie mich." Oskar war erstaunt und machte sich auf den Weg den Drachen zu suchen. 2 Tage folgte Oskar diesem Schlüssel durch die finstere Nacht. Ein Schnauben und ein Rascheln ließ Oskar aufschrecken. Er stand plötzlich dem Drachen gegenüber und zitterte am ganzen Leib. Doch er fasste seinen ganzen Mut zusammen und kämpfte unermüdlich. Als er den Drachen erlegt hatte, verwandelte sich der Zauberschlüssel zurück in die wunderschöne Prinzessin. Zuhause angekommen, nahmen sie sich den Esel und ritten in ihr Schloss. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.



.