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Februar 2012
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Legende:

vorgemerkt
 
bestätigt
 
 

Spruch für die Woche nach dem Sonntag Septuagesimae:

Wir liegen vor dir mit unserm Gebet und vertrauen nicht auf unsre Gerechtigkeit, sondern auf deine große Barmherzigkeit.
Daniel 9,18

Kreuz (Detail: Mann mit Kreuz)
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7 Wochen ohne

Die Zeit vor Ostern trägt einen besonderen Namen. Es ist die Passionszeit, die Zeit, in der sich Christen an das Leiden und Sterben Jesu erinnern. Ausdruck dieser Erinnerung war in früheren Zeiten das Fasten. Man enthielt sich über einen bestimmten Zeitraum bestimmter Nahrungsmittel. So gilt die Passionszeit auch als eine Fastenzeit.

In der evangelischen Kirche hat diese Tradition kaum feste Wurzeln. In den vergangenen Jahren hat sich aber eine neue Tradition herausgebildet: Der lohnende Verzicht - 7 Wochen ohne! In diesem Jahr heißt das Motto: "Gut genug! Sieben Wochen ohne falschen Ehrgeiz." In den Veröffentlichungen der evangelischen Fastenaktion heißt es dazu:

„Jeden Tag ein bisschen besser" - mit diesem Slogan preist nicht nur die Werbung ihren Ehrgeiz. Auch Eltern, Lehrer, Arbeitgeber könnten in das Credo einstimmen. Nach den jüngsten Erfolgen werden immer gleich die neuen Ziele ausgerufen. Was gestern gut war, muss morgen überboten werden: Die Skala ist nach oben immer offen. Jeder könnte besser, schneller, attraktiver sein. (aus dem Vorwort zum Fastenkalender)

Diesen Anforderungen des täglichen Leistungsdrucks setzt die Aktion entgegen: "Gut genug!" und möchte Aufmerksamkeit wecken für den Punkt, an dem es genug ist. Wir legen Ihnen die Fastenaktion ans Herz - möge sie neue Räume und neue Freiheit spürbar werden lassen.

Unbenommen ist es zudem, dass sich Menschen in dieser Zeit eines (oder mehrerer) Genussmittel enthalten. Sei es der Fernseher, sei es das Internet, sei es das soziale Netzwerk oder sei es die Schokolade, die Zigarette, der Alkohol. Nach der Zeit des Verzichts kommt mit der Osterzeit dann die Freude, Grenzen überwunden zu haben und das Erkennen: es geht auch ohne - oder einfach grenzenlose österliche Freude mit neuem Genuss. 


Die sogenannte Vorpassionszeit


Die sogenannte Vorpassionszeit

Liturgische Farbe: Grün

 

 

Die drei Sonntage Septuagesimae, Sexagesimae und Estomihi bilden als sogenannte Vorpassionszeit eine Brücke zwischen der Epiphaniaszeit und der Passionszeit. Ihre Namen haben dabei durchaus Bedeutung - Septuagesimae (übersetzt: 70) und Sexagesimae (=60) weisen über die Passionszeit hinweg auf Ostern und zeigen an, dass es nur noch ca. 70 bzw. 60 Tage sind bis zum Fest der Auferstehung. Estomihi ("Sei mir ein starker Fels...") spricht unmittelbar vor Beginn der Passionszeit Mut und Hoffnung zu.


Epiphanias 2

Uns wurde eine Frage gestellt - wir versuchen sie hier zu beantworten:

"Warum steht der Weihnachtsbaum im Januar noch in der Kirche?"

Der Weihnachtsbaum ist zwar kein ursprünglich christliches Symbol, aber er gehört seit Generationen einfach zu Weihnachten dazu. Nimmt man die Kirchenjahreszeiten ernst, gehört der heilige Abend strenggenommen noch zur Adventszeit. Erst nach der Mette, dem Mitternachtsgottesdienst beginnt mit dem 25. Dezember das Weihnachtsfest. Die Weihnachtszeit erstreckt sich bis Epiphanias, dem Erscheinungfest (in der Katholischen Kirche: Heilige 3 Könige) am 6. Januar. Der Weihnachskreis des Kirchenjahres zieht sich über den 6. Januar noch hinaus auf die Sonntage nach Epiphanias (siehe den Artikel unten zu Epiphanias). In unserer Kirchengemeinde ist es üblich, den Baum bis mindestens zu Epiphanias bzw. zum kurz darauffolgenden Sonntag stehen zu lassen, um die noch bestehende Weihnachtszeit zu betonen. Inzwischen ist der Baum in der Kirche auch abgeschmückt worden. Die Krippe aber steht noch für einige Zeit in der Epiphaniaszeit - ebenfalls aus dem Grund, dass wir uns mit den Sonntagen nach Epiphanias kirchenjahreszeitlich noch im Weihnachtskreis befinden (wir haben keine Figuren für die Weisen / Könige - wo sie aber in der Krippe stehen, werden sie oft auch erst zu Epiphanias aufgestellt).

11. Januar D. Leweke


Epiphanias

 

Epiphanias

Liturgische Farbe: Weiß

 

 

Epiphanias, zu deutsch: Erscheinung (des Herrn) ist nach Ostern das zweitälteste christliche Fest. Es wurde schon um 300 als Fest der Geburt und der Taufe Jesu gefeiert. Der Tag dieses Festes ist am 6. Januar und wird in der Katholischen Kirche mit der Bezeichnung "Heilige drei Könige" versehen. Dieses (katholische) Fest hat mit seinem Inhalt den ursprünglich weiter gefaßten Sinn des Tages überlagert. So ist heute der Bericht von der Ankunft der Weisen der zentrale Inhalt. Neben dieser Erzählung stehen von alters her auch die Berichte über Jesu Taufe und über die Hochzeit zu Kana in enger Verbindung zu Epiphanias. In Teilen der orthodoxen Kirche wird bis heute der 6. Januar als "Weihnachtsfest" gefeiert. Die evangelische Kirche hat dieses Fest weitgehend verloren - im Volksdenken aber ist es noch verankert. So bleiben oftmals die Weihnachtsbäume und der Weihnachtsschmuck bis zum 6. Januar stehen. Das versinnbildlicht auch, dass die Weihnachtszeit nach dem 26. Dezember noch nicht vorüber ist. Im weiteren Sinne gehören auch die Sonntage nach Epiphanias auch noch zum Weihnachtskreis des Kirchenjahres hinzu.

Die Anzahl der Sonntage nach Epihanias richtet sich nach dem Ostertermin. Ostern fällt auf den Sonntag nach dem 1. Frühlingsvollmond. Ist dieser Termin spät im Jahr verlängert sich die Epiphaniaszeit und verkürzt sich die Triniatatiszeit.

 


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